Doppelhaus A+C
Kappel a/A
2007 – 2009

Bauleitung: Paul Huber

Die zwei Doppelhäuser A und C bilden, zusammen mit dem mittleren Wohnhaus B, meinen „Erstling“. Im folgenden Text habe ich die Ideen für diese drei Bauten formuliert: Die Baukörper nehmen in ihrem Volumen Bezug auf die feinkörnige Bebauung in der Umgebung. Mit körperhaft, präzis geschnittenen Volumen wird auf die unterschiedliche Umgebung reagiert. Die Baukörper suchen die Nähe zu einer traditionellen Vorstellung von einem Haus, werden aber verfremdet. Mit dem vorgegebenen Satteldach wird aktiv auf die Umgebung reagiert. Durch eine nur minimal überstehende Dachkante, die nicht mehr ist als eine dünne Linie, und den Verzicht auf einen Sockel, erinnern die Häuser an historische Bauernhäuser. Durch Reduktion von traditionellen Details (Weglassen von Vordächern), durch asymetrische Fensteranordnungen und durch die plastische Verformung des Gebäudekörpers (Dachaufbauten) entstehen Gebäude, die über ein Spiel von Licht und Schatten plastische Qualitäten aufweisen. Es sollen Häuser entstehen, die dem Wunsch nach Bescheidenheit und Gewöhnlichkeit entsprechen, sich durch ihre leichten Verzerrungen und Verschiebungen aber auch gegen diese Gewöhnlichkeit sperren. Die Objekte weist auf drei Seiten Fassaden mit Lochfenster auf und werden damit räumlich und geometrisch auf diesen Seiten klar begrenzt. Die Grundrisse sind auf die offene, verglaste Südwestseite orientiert. Sämtliche Zimmer und Wohnräume sind nach Süden zum Garten und der Aussicht orientiert. Die Loggien im Obergeschoss und Dachgeschoss sind im Volumen der Gebäudekörper integriert.